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Standort: Home > Briefe > Leserbrief an den Zürcher Oberländer

Michael Handel
10. November 2005

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Leserbrief an den Zürcher Oberländer

Der Zürcher Oberländer
z.Hd. Frau Gabriela Frischknecht
Rapperswilerstrasse 1
Postfach 1424
8620 Wetzikon

Amriswil, den 10. November 2005

Betreff: KINDER ÖFTER SEXUELL AUSGEBEUTET

Sehr geehrte Frau Frischknecht

Folgend mein Leserbrief zu Ihrem Artikel. Eigene Erlebnisse bewogen mich dazu, durch meine Öffentlichkeitsarbeit www.kinderohnerechte.ch über die Missstände in der Behördenpraxis und bezüglich Kindesschutz zu informieren. Unterdessen wurde mehrfach über meine Geschichte und Arbeit in den Medien berichtet, so unter anderem vor einem Jahr im BEOBACHTER. Meine Arbeit ermöglicht mir den Kontakt mit Betroffenen, Fachkräften, Medien und Politiker.

 

Schutzlos dem Täter ausgeliefert

Für uns Betroffene ist schon lange stossend, dass Täter- statt Opferschutz betrieben wird und damit sexuelle Gewalt gegenüber Kinder gefördert, anstatt bekämpft wird. Was soll man aber dazu sagen, wenn das KJPD St. Gallen in seiner Expertise 2003 klarstellt, so Zitat: „Für die Definition eines sexuellen Übergriffes fehlt die eigene Triebbefriedigung“? Wie das betroffene Kind den Missbrauch erlebt, wird damit völlig bedeutungslos. Seine Bedürfnisse unterliegen denen des Täters, Schutz vor dem Täter erhält es keinen. Diese Haltung motiviert den Täter zum weiteren Missbrauch, liefert das Opfer dem Täter schutzlos aus, und bedeutet ein herber Rückschlag im Kampf und in der Prävention gegen sexuelle Gewalt.

Michael Handel
www.kinderohnerechte.ch

 
Mit freundlichen Grüssen

Michael Handel

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SUCHBEGRIFF:

 
Artikel 03.11.2005