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Standort: Home > Literatur > Justiz und Filz

Anklage unerwünscht!
Jürgen Roth, Rainer Nübel, Rainer Fromm
Korruption und Willkür in der deutschen Justiz
2007 Juli, 304 Seiten, Eichborn Verlag
ISBN 382185667X

Vor dem Gesetz sind alle gleich - manche aber sind gleicher! Wegschauen, Begünstigen, Vertuschen: Die Autoren enthüllen Skandale in der deutschen Strafverfolgung und zeigen, wie die dritte Gewalt den Rechtsstaat aushöhlt. Tatort Deutschland: Marie war als Kind und Jugendliche 15 Jahre lang Opfer brutalster pornografischer Gewalt. Obwohl sie Täternamen und Tatorte nennen kann, verweigert die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Will man keinen Fall Dutroux in Deutschland? Oder liegt es daran, dass unter den mutmasslichen Tätern auch hochrangige Juristen sind? In Hessen ist eine der obersten Richterinnen mit ihrem Mann, einem Rechtsanwalt, in eine gigantische Vermögensverschiebung involviert. Warum sich die Justiz mit allen Mitteln gegen Ermittlungen sträubt, weiss nur die hessische Landesregierung. Geldwäsche in Casinos: Seit Jahren laufen Hinweise bei verschiedenen deutschen Staatsanwaltschaften ins Leere. Stattdessen werden Wirtschaftskriminelle, Waffenhändler und Mafiabosse von den staatlichen Spielbanken hofiert und bevorzugt behandelt. Die Justiz schaut weg und der Staat profitiert. Anhand skandalöser Fälle aus ganz Deutschland enthüllen die Autoren exemplarisch, wie der Rechtsstaat gefährdet wird, weil die dritte Gewalt nicht mehr funktioniert. Seilschaften mit Politikern und Wirtschaftsbossen machen es Staatsanwälten einfach, wegzuschauen, wenn sie nicht gar selbst verstrickt sind. Die Autoren zeigen, wie couragierte Bürger sich dagegen wehren und was geschehen muss, damit die Demokratie nicht noch weiter gefährdet wird.

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Der helvetische Filz
Walter Wittmann
Eine geschlossene Gesellschaft
Oktober 2002, 178 Seiten, Huber-Verlag
ISBN: 371931278X

Walter Wittmann unterzieht den Schweizer Filz einer kritischen Analyse. Dabei geht es um die massgebenden Akteure und das System selbst. Der Autor beurteilt den Filz als geschlossene Gesellschaft nach demokratischen, liberalen und marktwirt- schaftlichen Kriterien und plädiert für eine offene Gesellschaft und eine Schweiz, die gründlich entfilzt ist.

Walter Wittmann, geb. 1935, ist emeritierter Wirtschaftsprofessor und u.a. Verfasser einer vierbändigen Einführung in die Finanzwissenschaft. Er ist erfolgreicher Sachbuchautor und schreibt regelmässig in führenden Medien über ökonomische, soziale und politische Zeitfragen.

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