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Michael Handel
09. Juli 2005

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Brief an die HELSANA Versicherung

Helsana Versicherungen AG
Direktion
Postfach
8081 Zürich

Amriswil, den 09. Juli 2005

Betreff: OFFENER BRIEF
ZWECKENTFREMDUNG VON VERSICHERUNGSLEISTUNGEN

Sehr geehrte Direktion

Meine beiden Kinder Janosch und Lea Handel sind seit dem Zusammenbruch der KBV Winterthur bei Ihrer Krankenkasse versichert. Zuständig war Ihre Zweigstelle in Wetzikon, welche nach Angaben Ihres Kundendienstes unterdessen geschlossen wurde. Seit dem Wechsel zu Ihrer Krankenkasse im Sommer 2004 muss ich als sorgeberechtigter Vater erleben, wie Ihre Krankenkasse meine Rechte als Vater systematisch missachtet.

Diesem Brief vorangegangen sind mehrere Briefwechsel und Telephonate an Ihren Kundendienst, welche allesamt NICHT beantwortet wurden. Im Speziellen geht es darum:

1. Leistungsabrechnungen

Als Vater zweier Kinder, welche beide unter Entwicklungsstörungen leiden, konsultiere ich in regelmässigen Abständen Fachärzte, die den Verlauf der Störungen untersuchen. Als getrennt lebender, aber sorgeberechtigter Vater (gemeinsames Sorgerecht) fallen diesbezüglich Arztrechnungen an, welche ich verständlicher Weise nicht auf den Namen der Kindesmutter ausstellen kann, da ich diese Leistungen zugunsten meiner Kinder bezogen habe. Darauf basierende Rechnungen werden somit an meine Adresse zugestellt, welche ich korrekter Weise im Original an Ihre Versicherung weiterleite. Seit dem 18. September 2004 habe ich somit insgesamt 8 Rechnungen an Ihre Helsana-Krankenkasse mit einem Gesamt-rechnungsbetrag von Fr. 700.85 weitergeleitet. Trotz wiederholter schriftlicher und mündlicher Anfrage stellt mir Ihre Krankenkasse keine Leistungsabrechnungen zu. Wie erwähnt, werden meine Zuschriften nicht einmal beantwortet. Ich erwarte, dass mir innert den nächsten Tagen schriftlich sämtliche acht Leistungsabrechnungen zugestellt werden und mir mitgeteilt wird, welche Versicherungsleistungen meine Kinder zugute haben und wann diese mit welchem Datum allenfalls auf welches Konto überwiesen wurden. Auf diese Leistungen erhebe ich als Rechnungszahler selbstverständlich Anspruch.

2. Versicherungsleistungen

Obwohl ich sämtliche acht Arztrechnungen – da auf meinen Namen lautend - bezahlen muss und bezahlt habe, erhalte ich seitens Ihrer Versicherung auch keine Versicherungsleistungen zugunsten meiner bei Ihnen versicherten Kinder. Dies ist höchst problematisch und werte ich als Leistungsmissbrauch zu meinen Ungunsten.

3. Rechtskräftige Kündigung

Als erziehungs- und sorgeberechtigten Vater bin ich legitimiert, jederzeit für meine beiden noch unmündigen Kinder Verträge aufzulösen und neue zu unterzeichnen (Art. 296 und 301 ZGB). Die Einwilligung der Kindesmutter ist dazu nicht zwingend. Angesichts der oben erwähnten Schwierigkeiten und dem damit verbunden Leistungsmissbrauch habe ich bei Ihrer Krankenkasse fristgerecht mit Einschreiben vom 29.11.2004 die Krankenversicherung meiner beiden Kinder gekündigt und ebenso fristgerecht eine neue Versicherung bei einer anderen Krankenkasse abgeschlossen. Obwohl der Wechsel bereits stattgefunden hat, beharrte Ihre Krankenkasse trotz vorliegender und rechtsgültiger Kündigung auf den Versicherungsvertrag und machte den Wechsel rückgängig. Ein Schriftwechsel fand dazu nicht statt, ich wurde vor Tatsachen gestellt. Dies ist ein klarer Rechtsbruch.

Ich erwarte, dass mir Ihre Krankenkasse die oben erwähnten Leistungsabrechnungen und Versicherungsleistungen zustellt. Zusätzlich bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:

I. Auf welche rechtliche Grundlage stützt sich Ihre Krankenkasse bei ihrer Weigerung, mir die üblichen Leistungsabrechnungen (Ziffer 1) zuzustellen?

II. Worauf basiert die Weigerung Ihrer Krankenkasse, Versicherungsleistungen – von Rechnungen welche ich bei Ihnen eingereicht und bezahlt habe (Ziffer 2) - zugunsten meiner Kinder an meine Person auszuzahlen? Auf welche rechtliche Grundlage stützen Sie sich bei diesem Missbrauch von Versicherungs- leistungen?

III. Auf welche gesetzliche Grundlage stützt sich Ihre Krankenkasse, wenn sie eine fristgerechte und eingeschriebene Kündigung eines sorgeberechtigten Vaters missachtet (Ziffer 3) und so tut, als hätte diese keine Rechtskraft?

Nähere Fragen beantworte ich gerne.

Mit freundlichen Grüssen verbleibe ich

Hochachtungsvoll

Michael Handel

Kopie an: Medien, Väterorganisationen, Fachorganisationen, Internet

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Ombudsman Dr. G. Eugster
26. August 2005

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