Trauriger Tochtertag
Ein Vater zweier Kinder schrieb uns dieser Tage nachstehenden Brief mit erschütterndem Inhalt: Heute ist Tochtertag. Ich kämpfe vor dem Bezirksgericht dafür, dass ich meine Tochter und meinen Sohn, mehr als nur jedes 2. Wochenende und 2 Wochen Ferien im Jahr sehen darf. Ich wurde «entsorgt». Das Schweizer Recht hat mir die Möglichkeit genommen, meine Kinder öfter als nur vier Tage pro Monat zu sehen. Bin ich ein Verbrecher? Habe ich meine Kinder misshandelt? War ich ein schlechter Vater? Nein, ich habe nach langem überlegen meine Frau verlassen. War der Streitereien und Konflikte leid. Um mir und den Kindern die aussichtslose Lage zu ersparen, zog ich aus. Nun muss ich um jede Stunde mit meinen Kindern kämpfen. Sogar an meinem Geburtstag durfte ich meine geliebten Kinder werden sehen noch hören. Auch am Geburtstag meines 5jährigen Sohnes liess mich meine Frau nicht dabei sein, obwohl er dies ausdrücklich wünschte. Für die Möglichkeit, wenigstens eine halbe Stunde in der Woche mit meinen Kindern telefonieren zu können, musste ich mit dem Anwalt vorgehen. Ich lebe am erweiterten Existenzminimum, obwohl ich eigentlich in einer Kaderposition arbeite und gut verdiene. Letzte Woche habe ich meinen Sohn im Kindergarten besucht. Er freute sich riesig über das überraschende Erscheinen seines Papas. Es wurde mir wieder einmal schmerzlich bewusst, wie wichtig eine gute Vater- Kind-Beziehung ist. Kinder brauchen auch ihre Väter! Dies ist aber nicht möglich, bei nur vier Tagen pro Woche. Es gibt kein funktionierendes gemeinsames Sorgerecht in der Schweiz. Es funktioniert nur, wenn beide Elternteile das wollen, was in meiner Situation aussichtslos ist. Wenn «nur» der Vater und das Kind ein gemeinsames Sorgerecht wünschen, bekommt die Mutter das alleinige Sorgerecht. Meine Frau hat einen Anwalt, ich kann mir aus finanziellen Gründen keinen Anwalt mehr leisten. Ich freue mich jedes Mal riesig auf die zwei Wochenenden im Monat, an denen ich meine Kinder sehen darf. Wir unternehmen viel. Es gibt aber auch Zeiten, in denen wir zusammen traurig sind, vor allem dann, wenn sie am Sonntag wieder zurück müssen. Unsere Gesetze machen die Schweiz zu einer vaterlosen Gesellschaft. Die Scheidungsrate liegt bei 53 Prozent! Wir müssen die Gesetze ändern! Wir sind die Gesellschaft! Wir haben die Macht unsere Gesetze selbst zu gestalten. Für das Wohl unserer Kinder, und ihr Recht, nicht in einer vaterlosen Gesellschaft aufwachsen zu müssen. Ein Vater, für viele Väter und Kinder, die in solch «Herz-brechender Lage» leben müssen. Dem ist nichts hinzuzufügen – dieser gedemütigte Vater tut einem in seinem Schmerz nur noch leid! |